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Lausitzer schreiben an eigener Erfolgsgeschichte

Gestern startete die „Schreibwerkstatt“

Während vielerorts aufgrund von Corona Zeitpläne verschoben werden, bleiben wir am Ball: „Bis Ende des Jahres liegt die ‚Entwicklungsstrategie Lausitz 2050‘ vor“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) Heiko Jahn. Sein Projektteam der Zukunftswerkstatt Lausitz hatte schnell auf die Pandemie regiert. Videokonferenzen sicherten nur wenige Tage nach dem Lockdown eine stabile Kommunikation mit den vielen Partnern, die an der Entwicklungsstrategie mitwirken. „Die breite Beteiligung der Bürgerschaft und der regionalen Fachleute ist ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Projektleiter Heiko Nowak mit Blick auf andere Kohlereviere in Europa, die ebenfalls an Konzepten für den Strukturwandel arbeiten. 

Diese Partizipation wird auch für das Erreichen des nächsten Zieles beibehalten. Gestern startete die „Schreibwerkstatt“, an der rund 45 Autoren beteiligt sind. Frauen und Männer, die aus Cottbus/Chóśebuz und den Landkreisen Elbe-Elster, Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße/Sprjewja-Nysa, Bautzen und Görlitz kommen. „Wir haben eine bunte Mischung was Alter, Berufe und Interessen angeht. Die gesamte Lausitz ist vertreten“, freut sich Projektleiter Heiko Nowak. Die Autoren arbeiten ehrenamtlich gemeinsam in der Schreibwerkstatt an der „Entwicklungsstrategie Lausitz 2050“. Ursprünglich waren regelmäßige Treffen geplant. Wegen Corona gibt es statt Konferenzräumen eine virtuelle Plattform. Die erste gemeinsame Arbeitssitzung verlief gestern reibungslos. Die Stimmung war gut, der Elan ist groß. Im September soll das Papier im Entwurf fertig sein. Die finale „Entwicklungsstrategie Lausitz 2050“ wird bis Ende des Jahres der Öffentlichkeit präsentiert. 

Seit 2018 organisierte die Zukunftswerkstatt viele Veranstaltungen zum Mitmachen. Parallel entstanden wissenschaftliche Studien und Gutachten. Aus diesen sowie weiteren umfangreichen Materialien wird nun ein Extrakt – die „Entwicklungsstrategie Lausitz 2050“.

Warum wir diese Strategie brauchen? Damit wir Lausitzer selbst die Richtung vorgeben, wie wir künftig leben, wohnen und arbeiten möchten. Es ist eine Strategie, die von Lausitzer*innen entwickelt wurde. Basis sind eine Vielzahl von Befragungen, Workshop-Ergebnissen, wissenschaftlichen Untersuchungen und bestehenden regionalen Konzepten. Die Entwicklungsstrategie mit ihren Zielen und Erfolgsindikatoren hilft den Entscheidern in Politik und Verwaltung, welche Maßnahmen und Programme für die Lausitz am besten geeignet sind. Außerdem kann man damit kontrollieren, ob die Ziele auch erreicht werden. Das führt zu mehr Transparenz und Legitimität für den gesamten Weg, den wir gemeinsam beschreiten wollen und der der Lausitz neuen Schwung verleihen wird. „Ob Wasserstoffwirtschaft, E-Mobilität oder Digitalisierung: Wenn sich die Lausitz in den Zukunftsfeldern frühzeitig gut aufstellt, kann das Ende der Kohleverstromung der Anfang einer neuen Erfolgsgeschichte sein“, sagt WRL-Geschäftsführer Heiko Jahn. Eine Erfolgsgeschichte, die die Lausitzer selbst schreiben. Für sich, für ihre Kinder und Enkel.

Aktuelles aus der Lausitz

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