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Verkehrsstudie biegt in die Zielgerade ein

Verkehrsstudie biegt in die Zielgerade ein

Verkehrsinfrastruktur und Mobilität sind für Industrieregionen und ländliche Regionen gleichermaßen wichtige Themen bei der Zukunftsgestaltung. Dementsprechend haben sie in der Zukunftswerkstatt Lausitz (ZWL) eine hohe Priorität. Seit April 2019 wird an einer „Integrierten Verkehrsstudie Lausitz“ gearbeitet. Am 27. Mai gab es einen letzten Zwischenstand, der im Rahmen einer Videokonferenz präsentiert wurde. Zielstellung der Studie ist ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept für den Personen- und Güterverkehr unter besonderer Berücksichtigung des ÖPNV und des kombinierten Ladungsverkehrs. Das Konzept soll die Erreichbarkeit verbessern und somit die Standortqualität erhöhen. Infrastrukturvorhaben, die diese Ziele unterstützen, will die Studie nicht nur identifizieren, sondern auch nach Prioritäten ordnen und konkretisieren. Im Kern wird untersucht, welche Wirksamkeit Infrastrukturprojekte haben im Hinblick auf den Strukturwandel, Wirtschaftswachstum und höhere Attraktivität der Lausitz als Lebensraum. Mit Hilfe dieser Methodik werden bestehende Projekte untersetzt aber auch neue Akzente gesetzt, die für den Strukturwandel relevant sind. Dazu gehören der Ausbau großräumiger Verbindungsachsen wie Dresden – Cottbus/Hoyerswerda, Berlin - Cottbus – Görlitz/Zittau und Forst/Cottbus – Falkenberg – Leipzig. Auf der Agenda stehen ebenso Straßenverbindungen und Anbindungen der Industriecluster oder heutiger Braunkohle- und Energieerzeugungsstandorte wie die Spreestraße K9281, die Umfahrung Cottbus B168 – A15 – B97, die B156 Bautzen – Weißwasser und die B169 mit der Ortsumfahrung Schwarzheide Ost. Die Studie betrachtet zudem das Schließen von Netzlücken, Elektrifizierungsvorhaben und die Reaktivierung von Verbindungen und Netzertüchtigungen. Weitere Themen sind organisatorische Empfehlungen zur Verbesserung von Vernetzung und Kooperationen im ÖPNV, z.B. durch abgestimmte Fahrpläne in einem „Lausitz-Takt“.

Die Zwischenergebnisse wurden präsentiert von dem beauftragten Gutachterteam Wagener & Herbst Management Consultants GmbH aus Potsdam und der Verkehrsplanung Köhler und Taubmann GmbH aus Dresden. An der von der ZWL moderierten Online-Konferenz nahmen Vertreter der zuständigen Ministerien von Brandenburg und Sachsen teil. Die Lausitzer Landkreise, Kammern, Planungsverbände, Verkehrsverbünde, das Wirtschaftsverkehrsnetzwerk sowie Transport- und Verkehrsunternehmen waren ebenso vertreten. Die endgültigen Studienergebnisse werden voraussichtlich Ende Juni 2020 vorgestellt.

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