Zum Inhalt springen

Presse und Medienservice

Unterstützen Sie uns dabei, die Ziele und Ideen der Zukunftswerkstatt Lausitz publik zu machen. Für Ihre Medienarbeit stellen wir Ihnen Zahlen und Fakten, Grafiken, Pressemitteilungen sowie Publikationen zur Verfügung.

 

Pressemitteilungen

Potenziale der Lausitz: Zukunftswerksatt Lausitz veröffentlicht Studien zu Flächen- und Standortpotenzialen sowie zum intermodalen Verkehr in der Lausitz

(Bad Muskau, 08.07.2019/PM_29-2019). Um Perspektiven und Ideen für die Lausitz entwickeln zu können, müssen zuerst deren Potenziale ermittelt werden. Mit Wissenschaftlern und Experten hat die Zukunftswerkstatt Lausitz länderübergreifend untersucht, über welche Stärken die Region schon verfügt und welche Handlungsempfehlungen sich daraus für die Strukturentwicklung ableiten lassen.

Die Potenzialuntersuchung beruht auf der Studie „Standortpotentiale der Lausitz“ (Autorenkollektiv der BTU Cottbus/Senftenberg), der Studie „Flächenpotentiale der Lausitz“ (Petersen, Hardraht, Pruggmayer) und der „Potenzialstudie für den intermodalen Güterverkehr“ (Wagener & Herbst – Management Consultant).

Die Studienergebnisse sind Basis für vertiefende Untersuchungen, sie fließen in den Leitbildprozess bzw. die Handlungsempfehlungen der Zukunftswerkstatt für strukturpolitischen Entscheidungen ein.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studien komprimiert:

Ankerstädte sind wichtig für die Regionalentwicklung
Ankerstädte in der Lausitz müssen gestärkt werden. Sie erzeugen durch ihre standortgebündelte Infrastruktur sowie die Konzentration von Bevölkerung und Wirtschaft positive Skaleneffekte und üben somit „Auffangwirkungen“ auf angrenzende eher dünn besiedelte Räume aus. Ankerstädte sind als zentrale Wohn-, Handels- und Kommunikationsstandorte – auch für ihr Umland – ein grundlegendes Element für lebendige Lebensstandorte und stärken den Gesamtraum.
Hinsichtlich Bevölkerung, Wirtschaft, Versorgung und Vernetzung können Cottbus, Bautzen, Görlitz, Spremberg/Hoyerswerda, Lübben/Lübbenau und Finsterwalde/Lauchhammer/Senftenberg diese Funktion ausüben. Dazu kommen die Übergangsbereiche mit ihrer Verflechtung und Orientierung nach Berlin bzw. Dresden (Königs Wusterhausen bzw. Radeberg/Kamenz/Bischofswerda) sowie Orte, die sich eher als Brückenköpfe in Nachbarregionen profilieren können (Herzberg, Guben und Zittau).

Regionale Infrastruktur muss angebotsorientiert entwickelt werden
Damit die vielschichtigen Beziehungen der Lausitz zu Nachbarregionen ihre Potenziale entfalten können, dürfen die überregionalen Verkehrsachsen, die Anbindungen der Lausitz an benachbarte Metropolen und der regionale Binnenverkehr nicht mehr nachfrageorientiert gesehen werden. Sie müssen angebotsorientiert entwickelt werden. Es darf nicht nur auf die Beseitigung von Engpässen, sondern es muss auf eine qualitativ hochwertige Erreichbarkeit und Anbindung abgezielt werden. Es gilt bei der Infrastrukturplanung überregional zu denken und Verkehrskorridore zu stärken bzw. wiederzubeleben.

Bundesländerübergreifende Verbindungen müssen auf ihre Machbarkeit geprüft und forciert werden, z.B. eine Linie Cottbus – Spremberg – Schwarze Pumpe – Hoyerswerda – Bautzen oder auch Direktanbindungen aus Südbrandenburg zum ICE-Halt in Riesa. Die Arbeitsplatzzentren wie Cottbus und Bautzen als Städte mit den stärksten Einpendlerzahlen müssen besser infrastrukturell verbunden werden.

Das Know-how im Energiebereich muss genutzt werden
Um die vorhandenen Netzstrukturen zu nutzen, sollten Ideen zu großtechnischen Batterielösungen, Gaskraftwerken, Wasserstoffnutzung und Elektromobilität weiterentwickelt werden.
Produkte und Dienstleistungen in der Wertschöpfungskette der Braunkohleverstromung (Rohstofferkundung, Automatisierungstechnik, Dienstleistungen im Berg-/Tagebau, Kraftwerkstechnik, Energieerzeugung Renaturierung von Bergbaufolgelandschaften) müssen aktiv international vermarktet werden, um vorhandenes Know-how zu stärken.

Vernetzung der Unternehmen Wirtschaft untereinander und mit der Forschung fördern
Die Lausitz hat Schwerpunkte wirtschaftlicher Aktivität neben der Wertschöpfungskette der Braunkohleverstromung: Chemie/Kunststoffe, Metall, Logistik, Maschinenbau und Fahrzeugzulieferindustrie, Metallverarbeitung, Landwirtschaft und Ernährung sowie der Tourismus.
Erforderlich sind Unterstützungsleistungen zur besseren Vernetzung der Unternehmen untereinander sowie mit Forschungseinrichtungen (Universitäten der Region, außeruniversitäre Forschungsinstitutionen) und ein proaktiver Forschungstransfer. Wichtig dabei ist, eine Bindung zur regionalen Wirtschaft herzustellen bzw. die Institutsansiedlungen mit passgenauen Industrieansiedlungen zu begleiten.

Neue Wachstumskerne entwickeln
Ein wichtiger Ansatzpunkt kann die Entwicklung neuer Wachstumskerne sein. Sie sollten sich aus dem Zusammenwirken wissenschaftlicher und regionaler Potentiale ergeben. In diesem Kontext spielen Institutsgründungen und das WIR!-Förderprogramm [„Wandel durch Innovation in der Region“, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)] eine wesentliche Rolle.
Neue Wachstumskerne sind umso bedeutungsvoller, da große Industrieansiedlungen, die den größeren Teil der gefährdeten Arbeitsplätze in der Braunkohleförderung und -verstromung kompensieren könnten, wünschenswert, aber schwierig zu realisieren sind.

Die Lausitz verfügt über eine Vielzahl von Gewerbeflächen
Die Lausitz verfügt über große Gewerbeflächen (> 100 ha) mit einer guten oder sehr guten Verkehrsanbindung. Sie korrespondieren im Wesentlichen mit den Ankerstädten: Schwarze Pumpe, Boxberg, Schwarzheide und Görlitz/Schöpstal/Kodersdorf. Daneben gibt es eine Vielzahl kleinerer Gewerbeflächen.

Damit hat die Lausitz interessante und entwicklungsfähige Industriestandorte, die teilweise auch logistisch von übergeordnetem Interesse sind. Sie sind für eine Industrieansiedlung bevorzugt zu adressieren. In diesem Zusammenhang ist die geplante konzertierte Vermarktung durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Länder Brandenburg und Sachsen ist ein wichtiger Schritt.

Der intermodale Verkehr in der Lausitz hat Wachstumspotential
Die Lausitz liegt im Schnittpunkt mehrerer internationaler Verkehrskorridore: die Verbindung zwischen den deutschen Nord- und Ostseehäfen und Südosteuropa sowie die Verbindung zwischen den Nordseehäfen und Osteuropa/Baltikum. Es besteht ferner die Chance, dass die Lausitz eine Gateway/Portal-Funktion zwischen Westeuropa und China einnehmen könnte: Containerzüge aus China mit Ladungen für unterschiedliche Empfangsorte in Europa könnten in der Lausitz zusammengestellt werden.

Derzeit hat die Lausitz drei Terminals für den Kombinierten Verkehrs (KV-Terminals): Schwarzheide, Elsterwerda und Forst. Geplant sind Standorte in Kodersdorf, Königs Wusterhausen und Spremberg.

Mittelstand und Gründungsaktivitäten gezielt fördern
Die Lausitzer Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) sind hinsichtlich der Branchenmischung heterogen. Der Mittelstand hat nicht nur den größten Anteil an den Arbeitsplätzen, er repräsentiert auch das größte wirtschaftliche Entwicklungspotential.

Die beiden wichtigsten Wachstumsbremsen des Mittelstandes in der Lausitz sind ein vergleichsweise schwaches Innovationssystem und der Fachkräftemangel. Das Innovationssystem kann vor allem durch eine intensivierte gemeinsame Projektentwicklung zwischen mittelständischen Firmen und den Hochschulen der Region gestärkt werden.

Kleine hochschulnahe und technologieaffine Gründerzentren, deren Attraktivität darauf beruht, dass die Gründer eng mit Lehrstühlen und Professuren an der jeweiligen Hochschule zusammenarbeiten und die multifunktional gestaltet werden (maker space), bieten eine Chance für die Lausitz. Eine Orientierung an den Gründerzentren der Metropolen ist nicht hilfreich. Sie verfügen über ein sehr breites Angebot an hochspezialisierten Experten, über einen besseren Zugang zu Risikokapital und eine kulturelle Szene von Gleichgesinnten.

Für die Kreativwirtschaft, die vor allem auf einen schnellen Internetzugang angewiesen ist, können einige Orte der Lausitz mit einem spezifischen Flair (Nachnutzung alter Industriestandorte in Verbindung mit dem Naherholungswert der Lausitz), ebenfalls interessant sein.

Dem Fachkräftemangel aktiv begegnen
Alle Maßnahmen der Strukturentwicklung in der Lausitz müssen die Herausforderung fehlender Arbeitskräfte berücksichtigen. Daher empfehlen sich für die Fachkräftesicherung in der Region Maßnahmen, die gezielt die Flexibilität und den Handlungsspielraum der regionalen Unternehmen und Betriebe erhöhen:

  • Erhalt von beruflichen Ausbildungszentren in den Ankerstädten, trotz zu erwartender zukünftig geringerer Auslastung
  • ein Lausitzer Innovations- und Bildungscampus mit konzentrierten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Unternehmen
  • gemeinsamen regionale Strategie und Unterstützung bei der strategischen Personalgewinnung der KMU
  • Erhöhung der Erwerbsbeteiligung, Ausschöpfen von Potentialen aus der Arbeitslosigkeit und Aufstockung von Teilzeitkräften.
     

    Die Unterlagen zum Herunterladen als PDF:

    Pressemitteilung Potenziale der Lausitz

    Die komprimierte Zusammenfassung aller drei Studien 

    Studie Standortpotentiale der Lausitz (Autorenkollektiv der BTU Cottbus/Senftenberg)

    Studie Flächenpotentiale der Lausitz (Petersen, Hardraht, Pruggmayer)

    Potenzialstudie für den intermodalen Güterverkehr (Wagener & Herbst Management Consultant)

    Beteiligungsprozess zur Entwicklung eines Lausitz-Leitbildes gestartet

    Mehr als 3.000 Gespräche mit Lausitzern an 50 Info-Ständen 

    (Bad Muskau, 30.06.2019/PM_26-2019) Um Handlungsempfehlungen für die künftige Ausrichtung der Politik der Länder, des Bundes und der EU für die Lausitz zu schaffen, soll die Zukunftswerkstatt Lausitz ein Leitbild für die Region entwickeln – das möchte sie gemeinsam mit den Lausitzern* tun. Die Informationsgespräche werden jetzt abgeschlossen, im September 2019 startet der Dialog mit den Bürgern – in Veranstaltungen und Online. 

        Die Pressemitteiung zum Herunterladen als PDF:
        Beteiligungsprozess zur Entwicklung eines Lausitz-Leitbildes gestartet


        Flyer der Zukunftswerkstatt

        Ideen für die Lausitz von morgen.

        Der Flyer der Zukunftswerkstatt Lausitz bietet eine übersichttliche Zusammenfassung zum Projekt Zunftswerkstatt.


        Broschüren

        DIE LAUSITZ: Potenziale & Perspektiven

        Mit dem Zukunftsatlas Lausitz (Stand 11/2018) zeigen wir länderübergreifend Potenziale des Wirtschafts- und Lebensraums Lausitz.

        Grafiken und Übersichten des Zukunftsatlas

        Die Lausitz-Karten unseres Zukunftsatlas stellen wir Ihnen gern für Ihre redaktionelle Arbeit zur Verfügung. Geben Sie bitte als Quelle an: © Zukunftswerkstatt Lausitz.

        DIE LAUSITZ: Zahlen & Fakten

        Mit der Lausitzbroschüre (Stand 08/2018) zeigen wir erstmals einen länderübergreifenden Blick auf interessante Zahlen & Fakten der Lausitz.

        Grafiken und Übersichten der Lausitzbroschüre

        Die Lausitz-Grafiken und -Karten unserer Lausitzbroschüre stellen wir Ihnen gern für Ihre redaktionelle Arbeit zur Verfügung. Geben Sie bitte als Quelle an: © Zukunftswerkstatt Lausitz.


        Revierzeitung Lausitz W.I.R

        Mit der neuen Revierzeitung W.I.R. informieren wir regelmäßig über Neuigkeiten, Fortschritte und Macher aus der Lausitz. 


        Daten & Fakten: Eine Übersicht


        Die Zukunftswerkstatt in den Sozialen Netzwerken


        Wir stellen vor: Lausitzer Macher

        Lausitzer, die etwas bewegen. Lausitzer, die Mut machen. Hiergebliebene, Rückehrer, Zugezogene. Privatpersonen, Initiativen, Unternehmer: Lausitzer, die ihre Region voranbringen - wir stellen sie vor.

        Bleiben Sie dran und folgen dem Hashtag #lausitzermacher!

        Ina Lachmann und Henry Hedrich betreiben ein Hotel an einem See, der Tagebauloch war

        Ina Lachmanns und Henry Hedrichs Berufssweg führte sie über ein Interrail-Ticket, Studium, durch viele Amtstuben bis ans Ufer des Berzdorfer Sees. Mit ihrem Wohlfühlhotel verwirklichten sie sich nicht nur einen Traum.
        Weiterlesen

        Michael Stein macht ein Kraftwerks-Schwergewicht fit für die Zukunft

        Als Dienstleister der Energiewirtschaft ist KSC mit gut 200 Mitarbeitern unbestritten ein Branchen-Schwergewicht in Ostdeutschland. KSC-Chef Michael Stein stellt den Kraftwerks-Service Cottbus Anlagenbau mit neuen Ideen auf die Veränderungen im Lausitzer Revier ein.
        Weiterlesen

        Heiko Rauhut betreibt den Fanshop der Lausitzer Füchse

        Sein Weg dahin war kurvig: Als Knirps steht er schon auf Schlittschuhen, spielt beim damaligen Verein Dynamo Weißwasser, träumt von einer Profi-Karriere. Mit 17 Jahren endet der Traum. Trotz beruflicher Karriere im Westen Deutschlands zieht es in zurück in die Lausitz.
        Weiterlesen

         

        Logo Zukunftswerkstatt Lausitz (vierfarbig)
        (PNG • 756 x 293 • 37 KB)

        Download

        Logo Zukunftswerkstatt Lausitz (weiß)
        (PNG • 756 x 293 • 27 KB)

        Download

        Folgen Sie uns

        Auch auf unseren Social-Media-Kanälen halten wir Sie über aktuelle Veranstaltungen, Neuigkeiten und Ereignisse rund um die Zukunftswerkstatt Lausitz auf dem Laufenden.
        Für unsere sozialen Netzwerke: Unsere Netiquette.

        Sie finden uns auf:

        Ihr Ansprechpartner

        Sie haben Rückfragen oder benötigen weiteres Material? Wenden Sie sich gern an unseren Referenten für Öffentlichkeitsarbeit:

        Frank Müller
        Öffentlichkeitsarbeit

        Telefon
         +49 35771 6599-13

        E-Mail
        fmueller@wirtschaftsregion-lausitz.de

        Newsletteranmeldung der Zukunftswerkstatt Lausitz

        Newsletter? Na klar!

        Neue Projekte, Meldungen und Veranstaltungen regelmäßig bequem per E-Mail.